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Monatsarchiv für Oktober 2007

to have

open your hands and let it go.
if it stays, it’s yours.
if it goes away, you never had it.

veröffentlicht am 16. Oktober 2007 unter eng/port/fra..., dünnpfiff / thin whistle

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13. oktober :-(

ich war draußen. hab mich trotz kälte rausgetraut weil ichs begründen könnte, zumindest bis ich dort ankam wo ich hin wollte…

jemand den ich kenne feierte im großen styl seine vernissage. es war die erste gemeinsame ausstellung mit seiner lebensgefährtin. pressearbeit vom feinsten, tam-tam ohne ende, gespiegelt sogar in die kleiderordnung. natürlich mußte ich hin!

das was ich da sah und erlebte stand aber leider in keinerlei zusammenhang mit der aufmachung. zuviel show, zu wenig substanz. über geschmack läßt sich streiten und ich wußte im vorfeld daß die befriedigungschancen fur meinem eher bescheiden standen. aber ich war trotzdem da, frei von vorurteile, bereit dazu mich überraschen zu lassen. entsetzt war ich! arbeiten von vor viele jahren wurden einfach umgestylt, obwohl sie lange fertig waren… bereits ausgestellte sachen wurden neu “eingerahmt” und wieder präsentiert… flächen wurden nach größe gestaltet, egal welche linie sie insgesamt ergeben oder nicht…

da wurde auf “teufel komm raus” letzendlich die durchaus wunderschöne verbindung zwischen zwei menschen gefeiert, und als kunst verkauft. ich fühle mich verarscht!!!

man kann eine rede halten als künstler. aber entweder man erzählt irgendwas wichtiges oder man kann einfach die klappe halten und auf die prospekte hinweisen. alles andere ist mißbrauch von der geduld des publikums!

kunst hat mit timing zu tun. man sollte aufhören daran zu fummeln bevor man es versaut. auf den richtigen zeitpunkt kommt es an. und wenn man es verpaßt, ist es ein erfahrungswert und kein kunstwerk. den präsentiert man nicht, zumindest nicht als was anderes als “studie”!

man hängt nicht irgendwelche bilder irgendwo hin, nur weil sie zentimetertechnich hinpassen. das bild bestimmt sowohl in welche wand es hängen will, als auch welches daneben stehen soll. das selbe gilt für plastiken und sonstige kunstwerke. aus platzmangel hier kompromisse zu machen ist freiwillig auf das zu verzichten was man damit erzielen wollte.

entweder hat man was zu zeigen oder man läßt es. freie wände mit gestellte großformatige nichtssagende fotos vom künstler zu pflastern nur um sie nicht frei zu lassen…

besonders irritiert war ich von glitter und schleifchen. meine 7-jährige tochter wäre bestimmt davon begeistert…

als letztes sei erwähnt daß ein klein wenig ehrlichkeit nie geschadet hat, bei der gestaltung des flyers. sich größer zu zeigen als man ist oder gelabber reinzupacken geht nach hinten los. man kann auch A5 wählen, anstatt zu versuchen das A4 mit fantasie voll zu kriegen.

ich erwähne hier bewußt keine namen. will weder jemand beeinflüßen noch den beiden den arschtritt verpassen den sie verdient hätten.

danach war ich mitten im gewühl. kneipennacht. die straßen mit scherben gepflaster von unmengen an bierflaschen, da drauf die jenigen die es so gestalteteten. aus eine schöne grundidee die innenstadt durch ‘ne gemeinschaftsaktion vieler kneipen gleichzeitig zu beleben… wurde ‘n saufgelager auf offener straße. niveau und spaß wurden durch kampftrinken ersetzt. zumindest gabs vor jeden live-performender eine kleine gruppe von an ihre darstellung interessierte leute. aber das groh war eher auf billig alk und “party” aus und sie “glänzten” durch ihre respekt- und filterlosigkeit. nochmal tue ichs mir mit sicherheit nicht an.

scheißabend! und kalt wars auch!
little Joe

veröffentlicht am 14. Oktober 2007 unter flying outside

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new pics

there are some new pics in the gallery. for people who want to see what I was “wasting my time” with in the last times :-)

little Joe

veröffentlicht am 7. Oktober 2007 unter eng/port/fra..., werkstatt, etc

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wasser? WASSER???

das leben ist ein ständiges geben und nehmen. im idealfall gibt man was man will und kriegt genau das selbe. in der praxis sieht es öfters anders aus. man gibt was man kann und kriegt was die anderen können. und dann gibts noch der seltener fall von der totalitäre-fraktion: die kriegen nur, oder wollen nur. so ganz ohne symbiose klappt es aber nicht.

die ausgewogenheit ist bei jeden anders. manche brauchen mehr als andere oder können mehr geben. da entscheidet jeder für sich wo die nadel zu stehen kommen soll. auch das was jeder braucht ist anders, genauso wie das was jeder geben kann.

wichtig sind die marktwirtschaflich abgeleiteten regeln der beziehung zwischen angebot und nachfrage. bei hunger ist freundlich angebotenes wasser…

little Joe

veröffentlicht am 2. Oktober 2007 unter dünnpfiff / thin whistle

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live ist top

ich war gestern in der coco-bar zum ersten mal. und warum war ich da?

weils live-musik gab!!!

der sebastian szibor und seine 6-seitige begleiter haben echt was tolles gemacht. ich war begeistert. blues vom feinsten!!!

aber neben meine begeisterung gabs in mir auch ‘ne andere empfindung: ärger. es ärget mich daß es nicht viel mehr davon gibt. entweder ist ‘ne band mit große p-r in irgendeine kneipe, und dann gibt es was live zu hören, oder es gibt nur mucke aus der konserve.

hey, ihr kneiper da draußen, solo-künstler sind auch highlights! holt doch die leute in euren läden!

von mir, für live-musik am sonntag abend, in einer kleinen kneipe, ohne eintritt zu kassieren, gibts ein sympathie-punkt für die coco-bar. genauso ist es richtig!
little Joe

veröffentlicht am 1. Oktober 2007 unter flying outside

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