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Monatsarchiv für Mai 2008

play a game

daß nicht alles für teueres geld gekauft werden muß, ist bekanntlich einer meiner leitsätze. daß man selten genau das zu kaufen angeboten bekommt was man braucht, ist auch allgemein bekannt. hier das neueste.

aus der “not” heraus, weil wir in familie was zusammen spielen wollten und nichts dergleichen zur hand lag, hab ich wieder improvisiert. ein blatt papier, buntstifte und ein bißchen mühe, und wir haben losgelegt. natürlich war ein würfel vorhanden, sowie irgendwas was man als spielsteine verwenden kann.

die beglückende erfahrung daß man sich von bildschirm- oder bateriebedingte beschäftigungen entfernen kann, daß man im 21. jahrhundert spaß am brettspiele haben kann, daß man die zeit mit seine mitbewohner auf eine derart menschlische weise verbringen kann, macht mir hoffnung.

schön ist es nicht nur das spielen an sich, sondern auch die gestaltung. das überlegen wie man das spiel interessanter machen kann, wie man hindernissen einbaut, wie man es gestaltet daß es schön aussieht.

spiele.jpg

probiert es mal aus, ihr da draußen, zwischen abendbrot und zähneputzen. gönnt euch gemeinsam ein paar minuten. da geht der tag viel schöner zuende.
little Joe

veröffentlicht am 30. Mai 2008 unter werkstatt, dünnpfiff / thin whistle

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schiff ahoi

wer hätte es gedacht… nach mehr als 20 jahren saß ich wieder aufm schlitten.

hab mich ursprunglich nur dazu überreden lassen um den kids eine freude zu machen, hat mir aber gute alte erinnerungen in form eines breiten grinsens zurück gebracht. war toll, wieder diese “hey-how” (hey=nach vorne, ausholen; how=nach hinten, ziehen) zu hören und mitzumachen. wie in den guten alten zeiten… boah ist es lange her… die ruder flach über dem wasserspiegel gleiten zu lassen… um sie dann in den vom hintermann zu verhacken… ständig zu vergessen welche hand beim ziehen am körper bleibt und den ein oder anderer finger dazwischen zu klemmen… und am ende, grad wie ein mann, zu behaupten alle anderen (außer mir, logisch!!!) waren asynchron :-D

die kids waren happy. haben sich am buck als galeonsfigur toll gemacht und sind eine erfahrung reicher. jetzt wissen sie wie es ist, wie es aussehen muß. und in ein paar jahren sitzt der alter mann mit strohhut am buck und sie rudern. dann bin ich dran mit rufen hey - how - hey - how…

rudern.jpg

little Joe

veröffentlicht am 30. Mai 2008 unter flying outside, dünnpfiff / thin whistle

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time to say goodbye

da hab ich mir beim umräumen wieder ‘n paar sachen angekuckt… sachen die seit einiger zeit verstaut sind… die ich mal genäht, geschnitzt, gebastelt hab…

zeitzeugen meiner existenz, begleiter, ventile meiner gemüter, teile von mir…

aber letzendlich muß ich erkennen daß meiner einer aus zuviele teile besteht. schaffen, ‘ne weile betrachten und daran erfreuen, dann verstauen um platz für neues zu erzeugen. so ist mein kreislauf.

und so baut man sich zu, nach und nach, weil man sich von den dinge nicht trennen kann/will… auch das erhöhen vom maßstab bringt nur theoretisch was. am ende ist es einfach nur zuviel.

es ist schmerzhaft zu erkennen daß schöne arbeiten aufeinander, versteckt, gelagert liegen dort wo sich an sie keiner erfreuen kann. dafür hab ich sie nicht aufgehoben.

es ist zeit mich davon zu trennen.
verkaufen liegt mir nicht. ich tausche. wer will was?

ich könnt heulen…
little Joe

veröffentlicht am 5. Mai 2008 unter werkstatt, dünnpfiff / thin whistle

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härrntah

ja, es war schon lustig…
durch die sonst menschenleeren wege dieser stadt zu radeln, sturmklingeln nur aus jux, leute zuzuwinken ohne sie zu kennen, lächeln nur weil jemand das selbe vor hat wie wir… letzendlich sich das ausnahmsweise zu leisten was sich sonst keiner mehr traut.

menschen haben ihre gesellschaft längst hinter sich gelassen. das erfreuliche miteinander wurde zu leidige nebeneinander, lachen tut man anscheinend nur noch wenn ein witz aus der glotze springt…

und das war gestern teilweise anders. es war so ob sich unseren artgenossen in einer längst vergangene zeit zurückversetzten, eine glücklichere.

natürlich war nicht jeder davon angetan. zahlreich waren auch die motzer erschienen, die sich aufregen weil sie nicht zügig voran kommen obwohl die brücke schon immer so schmall war und sie ihre route da lang trotz sichtbare menschenmengen gewählt haben… sie, wie ich, geben nie auf. nur kämpfen wir auf unterschiedlichen seiten, ist klar!

ich hatte mich ordentlich vorbereitet, wie es sich herausstellte. das bike hats mit bravur überstanden, in den satteltaschen passen tatsächlich 5l-fäße, der grill ist nicht nur vollfunktionsfähig sondern sehr bedienungsfreundlich, und sogar die ganze aufmachnung erfüllte ihrem zweck.

nur der kipper wollte nicht so richtig. bestimmt aus müdigkeit (hat sehr kleine räder), hat er sich immer wieder gern hingelegt. den hab ich dann von der fahrt freigesprochen, da er sowieso als gag und nicht als kofferraum-erweiterung eingeplannt war. war auch ok so.

herrentag-technisch gesehen, hatte ich mehr erwartet. eher selten waren die optisch erkennbaren gesellschaften, zahlreich waren aber dafür die weibchen-grüppchen die sich den männerfreien tag zu nutze machten. naja… nur saufen, liebe geschlechtsgenossen, ist doch ein bißchen wenig, oder?

vatertag… naja… ich hatte das glück ein meiner kinder glücklich aufm spielplatz zuschauen zu können. nach lange monate ohne jeglichem kontakt, war ich doch für diesem augenblick dankbar.

an erfahrungen fürs nächste mal bin ich auch reich. bestätigt hat sich meine einstellung daß damen nicht von diesen feierlichkeiten auszusperren sind. auch die bestätigung daß die vorbereitung wertvoll war macht mich glücklich. unzählige male haben sich leute daran erfreut.

herrentag1.jpg

jetzt gehts wieder ans basteln. es gibt kabelbinder zu ersetzen, schrauben zum nachziehen, sowie die eine oder andere kleine reparatur zu machen. die zeit drängelt. das wetter wird besser und der grill hat blut geleckt!
little Joe

veröffentlicht am 2. Mai 2008 unter flying outside, dünnpfiff / thin whistle

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