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Monatsarchiv für März 2009zum vierzehnten
von realität und ihre nebenwelten
“die welt ist schlecht, menschen sind böse…” und soweit und sofort. aber nu scheint das ganze ein ganz anderen ausmaß zu bekommen.
ich erinnere mich von viele jahren an aids. panik brach aus, kampagnen wurden an jede ecke gestartet, kohle wurde gesammelt, plakate und t-shirts wurden bedruckt. die menschheit wurde dermaßen damit bombardiert daß irgendwann keiner mehr darauf reagierte. grad die zielgruppen die damals zu erreichen galt, die jüngsten, wurden dermaßen darauf allergisch daß sie auf durchzug schalteten. dies haben die vorreiter der damaligen kampagnen öffentlich als fehler bereits eingeräumt, daß sie weit übers ziel hinaus geschossen haben.
auch da war es “in” flagge zu zeigen, regenbogen zu tragen, bei demos mitzumachen, kondome mit aufschrift dabei zu haben. aber es ist schon so lange her daß keiner mehr darüber spricht. zuerst könnte es keiner mehr hören, inzwischen ist es vergessen. nur weg isses nicht. tja…
nu gibt es ‘ne neue welle mit ähnlichem ausmaß: mißbrauch von kindern. und da fühlt sich jeder dazu berechtigt, eine eigene aktion zu starten. jeder versucht sich damit zu profilieren, indem er in der nebenwelt des internets oder auf seine heckscheibe so ‘n spruch drauf klatscht.
jeder ist der meinung daß er mit sein aufkleber seine schuldigkeit getan hat. keiner tut aktiv was um die welt zu ändern aber alle sind gegen ungerechtigkeit. ich frage mich dann, warum sieht die welt noch so aus, wenn wir alle offensichtlich für eine bessere sind? was hat ein mißbrauchtes kind davon daß sich jemand ein satz in sein internetportal-profil packt? wo ist die verbindung? wer geht noch zum nachbar und bietet ihm hilfe an, wenn er grad total entnervt sein sohn durchs ganze haus anbrüllt?
und warum brüsten sich alle so gern mit eine sache die für mich einfach nur selbstverständlich ist? mir geht das langsam gegen den strich, um ganz ehrlich zu sein. ich bin für aktionen die was bringen, die was ändern. ich bin nicht nur gegen mißbrauch, ich bin grundsätzlich gegen gewalt. und das ohne die gegen kinder hervorzuheben. gewalt ist schlecht. punkt.
der gipfel wurde dann heute bei mir erreicht als ich auf eine online-platform ein spam bekamm. es ging darum daß man sein status auf “gereizt” einen tag lang setzen sollte, als zeichen dafür daß man gegen kindesmißbrauch ist. als ich darauf antwortete um zu klarzustellen daß mir der zusammenhang nicht klar ist, ging die diskussion los. ich bin der meinung daß das tragen von verschiedenfarbigen socken oder ein käse-kuchen-wettbewerb genau soviel bewirken, spricht: nix. das problem ist dermaßen davon entfernt und die leute sind dermaßen von der realität fern daß es keiner mehr merkt ob das was er tut überhaupt einfluß darauf hat auf was er bewirken will. ergebnis war daß mich ein paar leute von der kontaktliste gestrichen haben. da geht die ganze herde wieder nach rechts und ich nach links, obwohl wir grundsätzlich eigentlich einer meinung sind.
dieses land ist auf “schein” getrimmt. das “sein” ist egal. schon vor jahren versuchte ich meine fähigkeiten einer hilfsorganisation zur verfügung zu stellen, ohne erfolg. bestimmte aufgaben sind doch nur für leute die schon lange mitglieder sind und sich sowas verdient haben. ich berichtete darüber hier im blog.
bedenklich bei der jetzige entwicklung empfinde ich die stetige distanzierung zu einige punkte worauf wir noch vor einige zeit stolz waren. wir waren gegen selbstjustiz, gegen todesstraffe, für weltfrieden… und zeigten das offen indem wir danach lebten. nu sieht das ganze etwas anders aus. wir labbern aber tun nix, fordern aber leisten nix, regen uns auf wenn jemand zuschaut sonst denken wir nicht mal dran…
und nu mein anliegen: wenn jemand mir helfen will meine fähigkeiten und meine zeit in wertvolle (nicht in medienwirksame) form der sache zur verfügung zu stellen, soll sich bei mir melden. ehrenamt hat mit nächstenliebe und selbstopferung zu tun, nicht mit profilierung.
welt… was bist du geworden…
ist das wirklich das, was wir unsere kinder hinterlassen wollen?
little joe
clouds for marian
and because my old friend anarchitect likes this kind of stop-motion, here another one.

enjoy
little joe
sanssouci
der tag war grau. geregnet hat es. und deshalb habe ich mich fur das einzige entschieden was man an so ‘n tag machen kann: raus!
langsam entdecke ich neue, schöne, angenehme ecken hier. ich seh momentan die eher harte pfadfinder arbeit als vorbereitung. wenn aufeinmal das wetter doch optimal sein soll, dann weiß ich ganz genau wohin mit meinem körper.
schön war heute nicht nur der park an sich sondern auch der weg dorthin und zurück, ausgenommen der teil mit der straßenbahn. nicht daß straßenbahn was schlechtes sei aber ich werd mich nicht damit befassen, dieses notwendige übel zu bewerten.
hier ein paar wenige eindrücke. der rest ist bei flickr, wie gewohnt. versucht mal den kopf im rythmus zu bewegen. dann irritierts nicht mehr so, hab ich mir grad ausgedacht…

letzendlich war ich genau so lange hinterher am rechner um die bilder zu bearbeiten, wie vorher draußen. irgendwas mache ich falsch…
tausche oder verkaufe
das ding hier:

wegen umzug und damit verbundener platzmangel.
das rad ist straßenverkehrstauglich (nach StVO) und macht riesigen spaß zu fahren.
ausstattung:
- rücktritt und backenbremse (beide hinten)
- keine gangschaltung (ist zum cruisen und nicht zum rasen)
- integrierte mini-boxen für mp3 o.ä.
- panorama spiegeln
- anhänger-grill mit klapptisch (alles transportbereit, in 3 min überall einsatzbereit)
- satteltaschen mit platz für 2 5L-bierfaß
- div. zubehör (mini-verbandskasten, licht, grillzeugs, schirm, usw…)
bin gern bereit, bargeldlos, ein tausch einzugehen. das rad ist in magdeburg.
little joe
öttinger? baah!
als erstes, muß ich loswerden daß zwergenbräu mir viel besser schmeckt als öttinger. das zeug aus der blauen kiste schmeckt echt nach wieviel es kostet. da leg ich gern ein ganzen cent mehr drauf und hole mir beim nächtem mal wieder was aus der grünen.
es war ein harter aber genauso erfolgreicher tag. bin viel gelaufen. leider nur zwischen hui und hott, ohne mir groß die wege anzuschauen. es hat sich aber am ende des tages bezahlt gemacht.
das vorhaben ist wie ‘ne halskette. an ein ende hab ich angefang, da wo die hälfte vom verschluß ist. die andere hälfte ist das ziel. nur liegen unzählige glieder dazwischen die, in festgelegte reihenfolge, aufzuarbeiten gilt. und heute fühle ich mich ob ich grad übers größte glied (da wo der klunker hängt) drüber weg wär. ab jetzt gehts wieder nach oben.
hab mir gestern die haare schneiden lassen. sahen schon unmöglich aus, also maschienchen her. sechs euro hat mir der spaß gekostet. taschentücher wegen der erkältung hinterher noch nicht mitgezählt. egal. schönheit hat sein preis.
und weil ich mich heut für meine sonderbare leistungen belohnen mußte, hab ich mir was gegönnt. nein, ich meine nicht das öttinger. das öttinger gehört zu meine ethnologische studie, also zum versuch mich unter den einheimischen zu mischen. man muß einer von ihnen werden um sie zu verstehen.
als erstes, hab ich mir ‘ne große tasse geleistet. da paßt locker meine standartmäßige kaffeemenge, und nicht nur ein bruchteil davon wie in den anderen die ich hier zwischen noch fremdwirkende wände finde. ich schätze mal daß 0,3 liter locker platz haben, also mit 2 davon bin ich erstmal gefrühstückt.
dann noch was ganz tolles: ein elektrischer löffel. normalos schäumen damit ihr latte auf. ich rühre den zucker um. ist meins, ich kann damit machen was ich will. so.
als nächstes, hab ich mir ‘n kissen gegönnt. als alter mann, kann ich nicht mehr so einfach sitzen, ohne was an den nieren. ich werd krum und der buckel meldet sich auch ohne daß ich mir irgendwelche schuld bewußt bin, also her mitm weichen kissen.
und weil ich grad dabei war, hab ich noch ‘n zweiten kissen gekauft, einfach so. ein kissen mit pünktchen à la “omas-sommerkleidchen-als-sie-noch-sowas-trug”. toll. damit hatt ich insgesamt vier ganze euros sinnlos verballert und war glücklich.
nu isses wieder zeit, die heia zu begrüßen. nachts bin ich heut (inzwischen gestern) raus und nachts bin ich wieder rein. hab den tag nebenbei mitgekriegt aber was besonders hab ich auch nicht verpaßt. grau und regnerisch, wie gehabt. langsam nervts.
morgen geht die kette weiter. dank vorabtasten, behaupte ich einschätzen zu können was kommt. wird schon. die laune scheint vom streß nicht soviel abzukriegen.
man 70.
2nd month
after two weeks, i’m back “home”, or back to what was home once. i feel kind of homeless again, what doesn’t mean i feel bad. the oposite is the thrue: i feel quite good.
things that could make my way away harder seem to leave me alone. it’s geting easyer each time to face the change. in one way, i still have the place where i have my stuff, that i don’t really need every day. otherways i get free von people that belonged to my life without a important reason.
i went today again to the place where i once looked for freedom. i found it there quite often. the place where i used to sit an draw, the quiet island in the middle of me.
it was nice to go there again, now that i get the distance to it, to this, to all the old and knowing. i saw this green piece of green with happy eyes and thanking heart. for the first time since many years, i went there only to walk around, and not because i needed to take something home from the trip. it was nice, it was easy, made me happy.
i was lucky to have a lovely friend with me, that i could tell about the places i drawed so many times, about the stones i used to sit, the good moments i had thare with so many friends all this years long. there are many more that i didn’nt talk about because they are long ago, but also memorable enough to tell. maybe some day i try to get them all together and write them down. me and the park.
the river is fuller than usual. the waterfall is full and sings loud when you stay on the brige to look at it. also the southly corner of the island is under water. for six months we played boule where today the water is.
it was a nice trip, a visit like it always should be: i just wanted to see you and say hallo, my old friend. i’ll come again.
and now, after the whole homework to put the fotos online, after a wounderfüll day, i enjoy a “zwergen bräu” from the bottle and let the day get over.