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Monatsarchiv für Januar 2010peter und mathilde
es war einmal ein 68er typ namens peter. peter war damals weder richtig dabei noch wußte was damit anzufangen, aber er fühlte sich schon immer ob er ein liedermacher des widerstandes wäre. im schatten der großen, schrieb er seine eigene lieder an seine alte klampfe.
peter hat eine tochter: mathilde. mathilde ist schon als kind zur musikschule geschickt worden. gesungen hat sie auch schon immer.
nu ist mathilde groß, sie spielt klavier und unterrichtet gesang. ihre hohe schlagerstimme ist notensicher, sie kann harmonien folgen und ihr fehlt nur das abgewöhnen an den geflüsterten halblauten gesang. an den tasten legt sie eine gute leistung hin, genauso wie am akkordeon.
peter ist immer noch bei seine lieder. er kann immer noch ‘ne handvoll akkorde die er in theatralische rockstar-manier auf seine alte klampfe prügelt. seine klampfe klingt dumpf aber ist auch nicht weiter schlimm: er prügelt eh nur drauf.
peter und mathilde singen beide, gleichzeitig, die selbe melodie. sie spielen auch genau die selbe töne. erinnert an “erste kellerprobe” oder an “weihnachten vorm flügel” oder “spontaner schülerauftritt im klassenfahrtbus”. das repertoire folgt eine sichere linie, eine yo-yo-linie indem sich peters eigene kompositionen mit mehr oder weniger unbekannte fremde titeln abwechseln. dazwischen quatscht peter um die zeit zu strecken oder um sich die nervosität vom leib zu kratzen.
als ich schon lange mit mir rang um aufzustehen… wenn man bob dylan nur an einzelne zeilen erkennt, die nicht mal dem originaltext zu 100% folgen, ist es schon jenseits von schlecht… dann gings mit eine gehopste version von janis joplins bobby mcgee. ich stand auf und ging.
es war mein zweiter besuch in diese musikkneipe. daß es schwer sein würde galaxo & shima zu übertreffen, war mir klar. daß es beim nächstem mal besser wird als gestern, ist eine sicherheit.
übrigens… peter und mathilde sind erfundene namen. der rest leider nicht.
daisy
postkutsche mit zwei buchstaben?
ich stand gestern Nacht über zwei Stunden bei der bekannte Kälte auf dem Brandenburger Hauptbahnhof weil es die Deutsche Bahn nicht für nötig hält, eine anders als die längst bekannte miserable Leistung zu erbringen.
Planmäßig sollte ich in Brandenburg Hbf ein Aufenthalt von etwa zehn Minuten (bis um 21:00 Uhr) in Kauf nehmen, worauf ich vorbereitet war.
Dort überraschte mich die Meldung daß der Zug (RE 38033) ersatzlos ausfällt. Es ist eine Zumutung, zumal der nächste Zug erst um 21:56 Uhr fährt. Dann die nächste Überraschung: dieser (RE 38035) hat „etwa 60 Minuten Verspätung“. Weichen-Störung in Berlin.
Es sind über zwei Stunden in eisige Kälte gewesen, in ein Bahnhof wo die Wartehalle ein einzigen Heizkörper auf niedrige Stufe in Betrieb hat, wo ich mich gegen die Wand lehnen könnte weil die wenigen Sitzplätze belegt waren, wo man rausgehen muß um Anzeigen und Durchsagen mitzukriegen, und wo sogar die Uhr makkaberweise auf fünf vor zwölf stehen geblieben ist.
Um 22:54 Uhr könnte ich dann meine Fahrt fortsetzen, jedoch mit ein Zug der viel länger braucht um die selbe Strecke zu bewältigen weil er überall anhält. Damit mußte ich wieder auf die inzwischen nach Nacht-Fahrplan (jedoch pünktlich) fahrende öffentlichen Verkehrsmitteln warten um gegen mein ursprünglichen Plan doch nach Hause zu fahren.
Mir hat dieser Aufenthalt noch dazu einiges an nicht eingeplante Verpflegung gekostet, an den glücklicherweise noch geöffneten Kiosk. Dazu gab es eine satte Erkältung und den Ärger über ein verpassten wichtigen persönlichen Termin den ich mehr als zweieinhalb Stunden später nicht mehr wahrnehmen könnte.
SIE erwarten von mir als Kunde daß ich mich an Ihre Bahnhofs-Hausordnung und sonstige umfangreiche Richtlinien halte, den ich unaufgefordert Folge leiste. ICH erwarte von ihnen daß sie für das Geld was Sie für die Fahrkarten verlangen (erwähnenswert hier ist daß SIE dessen Höhe allein bestimmen) eine genau so anstandslose Leistung abliefern.
Das was sie mir (und Duzende von andere Fahrgäste) gestern zugemutet haben, erinnert an den Zeiten der Postkutsche die mal vorbeikam und mal nicht. Es kann nicht angehen daß man in Vorkasse für eine unverbindliche Leistung (Fahrplan) bezahlt. Es kann nicht sein daß sie auf eine vorausgesagte Wetterverschlechterung nicht angemessen vorbereitet sind. Es kann nicht sein daß ich (Kunde) in diese Form der leidtragende sein muß, weil sie sich nicht dazu verpflichtet fühlen, den Fahrplan den sie selber aufgestellt haben, einzuhalten, geschweige Ersatzmöglichkeiten zu
planen.
Der Kälteeinbruch ist zu diese Jahreszeit keine Seltenheit. Die momentane Kältewelle ist seit Wochen vorausgesagt. Der Bonus vom Überraschungsfaktor ist in dem Fall alles andere als angebracht.
Jede so arbeitende Firma hätte da draußen schon längst nichts mehr zu tun. Aber doch nicht die Deutsche Bahn. Sie gehört ja dem Staat, wie das Arbeitsamt, das Jugendamt und soviele andere “uns kann keiner was”-Vereine.
Dem Land gehts prima. Weitermachen!
shima
yesterday was one of this evenings, i got to get out. no matter where, i needed people and music around me.
in a hidden music-pub that i found after almost one hour of searching, behind a door that i was not sure if i wanted to get inside… i just hoped “let there be rock”!
behind this door there was light… and drums, and guitar… and rock!!!
galaxo. galaxo are 5 people that made me smile along the whole evening. lots of old stuff, rocky, powerfull. a 100% live playing band, handmade music, and a voice that i’ll never forget.
shima, the little lady with a big voice. as she performed songs from tina turner, i really had to look twice to be sure, the 70-year-old lady is not on the stage right now. amazing.
galaxo play theyr music. they play the songs they like, that’s the feeling you get. and they play the songs where shimas voice can open her wings. and she flyes!
i’ll be back, in this little pub, i’ll be there again when shima sings.
…and i feel like i should show my guitar the stage-lights again. but don’t be scared now: this is the only part of the evening i’ll forget again.